Der Schrank quillt über – aber nix zum anziehen.

(Quelle Bild: Pixabay/Pexels)

Viele Damen und einige Herren kennen es sicherlich: Es steht ein Event an und man ist der Meinung, dass die Klamotten im Schrank nicht mehr „up to date“ sind. Oder aber zu klein geworden, hin und wieder auch zu groß. Nicht mehr dem Trend entsprechend kommt noch hinzu.

So machte ich mich auf in recht angesagtes Geschäft hier in der Stadt, ein Familienunternehmen mit langer Tradition und wirklich toller Ware. Ein Outfit für eine Weihnachtsfeier war geplant.

Mein Kleidungsstil ist eher lässig. Jeanshose, Lederjacke, Holzfällerhemd. Das ist so meine Welt.

Mein Plan war, einfach mal chic und lässig zu kombinieren. Wenn es geht mit einem Rock.

Also rein ins Getümmel und in dieses ehrwürdige Geschäft.

Normalerweise probiere ich nie etwas an. Ich krieg echt die Krise in diesen kleinen Kabinen.

Diesmal sollte es anders laufen, ich wollte beraten werden.

In diesem Geschäft sehen die Verkäuferinnen alle rattenscharf aus. Jetzt so vom Typ generell her und auch vom Styling sowie der Klamotte. Tiptop angezogen, modisch voll auf dem Punkt.

Ich tauchte dort auf wie ein bunter Hund. Ein bunter Hund, welcher eben keinen Trend kennt. Morgens was sauberes angezogen, farblich abgestimmt, aber eben nicht so der Brüller in der Modewelt.

Die Vorschläge der rattenscharfen Verkäuferin waren jetzt nicht so meins, also machte ich alleine eine Rundgang durch alle Kleiderständer und Co. Ich brauche da meine Ruhe.

Chic und lässig ist nicht einfach. Zumindest bei mir nicht.

Die erste Kombi war gefunden. Ein Rock und eine Bluse, mit einer Jeansjacke kombiniert genau meine Welt. Der Rock rutschte mir aber vom Pansen. Zwei Nummer kleiner warf das Ding Falten. Nach dem Ruf nach der rattenscharfen Verkäuferin blickte ich nach unten auf meine Füße und links war in der Socke ein Loch. Wie blamabel!

Zudem sah ich meine Beine von hinten, die sehen echt aus wie ein Ausschnitt der Grachtenkarten von den Niederlanden. Die Spiegel sind fies in Geschäften. So stand ich nun mit Loch in der Socke und meinen krampfadergeplagten Beinen vor der rattenscharfen Verkäuferin.

Wie peinlich!

Der geile Blazer, eher etwas lockerer gehalten, war dann meiner.

Ab ins nächste Geschäft, ich hatte da im Schaufenster schon vor Tagen eine coole Hose gesehen.

Wieder in die Kabine, wieder der Ruf nach der nächsten rattenscharfen Verkäuferin. Ich plärrte aber gleich los wegen dem Loch in der Socke. Sie nahm es mit Humor.

So landeten zwei Hosen in der Einkaufstüte, obwohl ich eigentlich einen Rock wollte.

Heute nahm ich meinen Schrank mal unter die Lupe. Blusen ohne Ende, Hosen ohne Ende, Röcke wurden alle vor langer Zeit weggegeben.

Ich bin echt jetzt schon gespannt, für welche Kombi ich mich am Freitag entscheide. Und ob ich da noch irgendwo einen Rock in meine Einkaufstüte prümmele. Und den dann auch anziehe mit meinen heute erstandenen, 3 blickdichten und wärmenden Strumpfhosen. Wahrscheinlich wird es der Blazer mit der Jeans und einer der gefühlten 130 Blusen. Chick und lässig. Oder so.

Irgendwas ist ja immer. ^^

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So ging die Flimmerkiste aus –

und erstmal nicht wieder an.

Es trug sich zu am Montag, 31.10. Während ich meine Lieblingssendung schaute gegen 22.15 Uhr, verschwand das Bild urplötzlich und es erschien eine Meldung wie „überprüfen Sie Ihr Antennenkabel“.

Super, gerade jetzt wo es spannend wurde. Also runter vom Sofa, Stecker ziehen, Fernseher aus, Stecker wieder rein, Fernseher an. Zig mal vollzogen den Akt. Der Fernseher flimmerte in einem dezenten Grauton, da ging nix mehr.

Okay, versuchen wir es morgen wieder.

Aber auch am nächsten Tag blieb alles dunkel auf der Mattscheibe.

Ich bekam durch einige Nachbarn mit, dass die Hausantenne abgekackt war. Keine Lösung in Sicht. Über diese Hausantenne schaue auch ich Fernseh.

Ab 20.15 Uhr läuft hier immer der Fernseher, der beste Garant zum runterkommen und abschalten für mich.

Aber ab dem 31.10. dann nicht mehr.

Ich behalf mir mit dem Handy und den Mediatheken. Ging so. Oder besser gesagt war das eine Vollkatastrophe. So ein kleines Gerömere.

So zog hier ein Tablet ein. Brauche ich eh im Alltag. Über das Tablet lief dann hier am Abend das Programm. Ihr glaubt nicht, welche alten Krimis hier liefen. Echt geil.

Aber nach zwei Krimis war das Tablet platt vom Akku und ich leicht genervt.

Dass man einen Fernseher so vermissen kann.

Gut, irgendwann wird man selber tätig und sucht sich Hilfe auf eigene Kosten!

Da meine Flimmerkiste an Altersschwäche litt und es ein Akt war das Ding zu starten, wurde das Vorhaben vom neuen Fernseher aktuell. Ich also zum Händler des Vertrauens vor Ort. Das ist mir immer total wichtig.

Problem geschildert, Sachlage erklärt, Sonderangebot gecheckt. Alles klar, geht bald wieder ab.

Da mein Terminkalender durchgewürfelt wurde, zog sich das.

Am letzten Freitag hätte ich den beiden Herren plus dem neuen Fernseher die Füße bzw. die Mattscheibe küssen können. Das klappte wie am Schnürchen, ich hätte die beiden pausenlos knutschen können als alles wieder lief. Bild da, Ton da, ich war wieder on air.

Fast 2 Wochen ohne Flimmerkiste ist mir echt schwergefallen.

Radio hören ist eine Alternative, aber es ersetzt nicht die Tagesschau.

Ein Tablet ist auch eine Alternative, aber es ersetzt nicht das Bild und den Ton wie gewohnt.

Nun wünsche ich den beiden Nachbarinnen, dass auch sie schnell Hilfe bekommen.

Denn diese sitzen noch immer ohne Fernseher in der Bude, seit knapp 2 Wochen. Weil sie über die genannte, nun defekte Hausantenne Fernseh geschaut haben. Natürlich nicht kostenlos, das versteht sich von allein. Aber melden tut sich keiner!

Und die Moral von der Geschicht: Ohne Fernseher geht’s hier nicht.

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Wandertage: Früher gehasst und heute purer Genuß.

(Quelle Bilder: S. Werner)

Der 2. Volkswandertag liegt hinter mir. Mit neuen Outdoorschuhen. Und was soll ich sagen? Dolle war es. Alles hat gesessen, nix hat gedrückt oder gewackelt. 😉

Früher in der Schule wenn Wandertage auf der Agenda standen, hatte ich schon schlechte Laune. Stundenlanges latschen durch Flora und Fauna. Meine persönlichen Highlights waren immer die Köstlichkeiten im Rucksack und die Pausen. Ich hatte da als Kind bzw. Jugendliche kein Auge für die Natur etc. Und lauffaul war ich auch.

Heute allerdings sind solche Aktivitäten das Salz in der Suppe für mich. Am letzten Wochenende war wieder Volkswandertag angesagt. Und Kolleginnen von mir (Caro und Sandra) plus einer Bekannten (Kerstin) mittendrin statt nur dabei. Das Wetter war ein Traum. Blauer Himmel, Sonnenschein und milde Temperaturen. Die Truppe war auch ein Traum. Alles dabei von jung bis alt.

8 km waren geplant, 12 km sind es geworden. Durch den Solling bzw. das Weserbergland.

Mein neuer Fotoapparat war am Start, ich wollte etwas „üben“. Ich kam da irgendwie gar nicht zu. Also jetzt auf die Feinheiten zu achten mit ISO und all dem Gedöns. Weil die Kulisse ein Traum war und ich einfach nur auf den Auslöser drückte.

Frag mich einer woran es liegt, dass das Wandern im Kollektiv einen solchen Aufwind verzeichnen kann. Denn meine Freunde und Bekannten zeigen schon seit geraumer Zeit Bilder von Wandertagen in den sozialen Netzwerken. Auch von Wandermarathons über zig Kilometer. Ich beneide noch heute diejenigen, die im Mai die 21 km bzw. 42 km geschafft haben in Bollensen.

Geständnis eines Kumpels:

„Steffi, ich dachte, ich komme nie mehr nach Hause. Ich hätte fast geheult!“

Meine Taktik liegt auf der Steigerung: Erst 3 km, dann 5 km, dann 7 km und nun 12 km. Tschakka! Wenn man dann noch so ein beobachtender Mensch ist und kommunikativ, dann sind Volkswandertage eine prima Gelegenheit um andere Menschen kennenzulernen.

Ich folge übrigens seit Monaten einer Seite, welcher Single-Wanderungen anbietet. Im Sauerland. Natürlich gebe ich hier Bescheid, wenn der Tag der Tage gekommen ist und ich mit meinen neuen Rennschuhen in einer illustren Singletruppe durch das Gehölz wandele 🙂

Ach ja: Mein Held am letzten Sonntag in Vernawahlshausen war der Papa, welcher sein Kind in einem Fahrradanhänger 12 km durch die Natur schob. Bergauf und bergab. Über Stock und Stein. Da will ich mich mal nicht beschweren, dass ich mit einem kleinen Rucksack nach dem Aufstieg gepumpt habe wie ein Maikäfer. Und die Kippen in der Jackeninnentasche ließ weil ich zum Paffen irgendwie nicht in der Lage war. ^^

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Die Nacht der 40 Pizzen

(Quelle Bild: Pixabay/Hans)

Ihr kennt das sicherlich: Man hat nicht immer Lust auf Kochen. Wenn man dann noch ohne Ideen ist oder es ist zeitlich zu spät für aufwendige Sachen, darf auch mal Essen geholt werden so hin und wieder. Ich esse immer abends warm, das muss ich noch erwähnen.

Hier in meiner Stadt hat ein Imbiss neu eröffnet, die Speisekarte war im Briefkasten. Also habe ich diese studiert an einem Samstagabend vor 2 oder 3 Wochen und mich dann für eine Familienpizza entschieden. Eine halbe Pizza für den Abend, die andere halbe Pizza für den Sonntagmittag.

Prima, das war ein Plan, auf gehts. Noch schnell den Einkauf erledigt und voller Vorfreude und mit richtig Hunger in diesen Imbiss. Es war dort recht ruhig (dachte ich), ein Bekannter stolperte auch dort herum.

Nachdem ich freudestrahlend meine Bestellung aufgegeben hatte, kam folgende Frage:

„Haben Sie noch was zu erledigen?“

Ich so: „Nee, wenn es etwas dauert warte ich draußen und rauche eine.“

Sie so: „Äh, der Ofen ist belegt. Wollen Sie nochmal wiederkommen?“

Mein Bekannter so: „Wir haben Community-Treffen und dafür 40 Pizzen bestellt.“

Ich so: „Och nee! Dann bitte einen Dönerteller!

Die Frage, ob ich nicht einfach mit zu diesem Treffen kommen kann zwecks schnellerer Vertilgung einer Pizza, wurde von meinem Bekannten klar verneint. Bei Gott, ich habe ihn samt „Pizzen-Community“ kurz richtig doof gefunden 😉

Ich sage es mal so: Hinter dem Tresen ging der Punk ab. In der linken Ecke backten die 40 Pizzen, in der rechten Ecke nahm mein Dönerteller an Fahrt auf. Mittendrin Gewusele vom Personal.

Mein Essen wurde zubereitet von einem bildhübschen Mann. So nutze ich die Wartezeit um hin und wieder einen Blick in seine Richtung zu werden. Schauen darf man ja. Nur so viel: Meine Wahl fiel auf die scharfe Soße! 😉

Als ich noch kurz den Bezahlvorgang der 40 Pizzen von diesem Community-Treffen beäugte, wandelte mein Essen über den Tresen. Überreicht vom bildhübschen Mann. Attacke zum Auto, ich hatte richtig Schmacht.

Im Auto dann die Feststellung, dass ich jetzt quasi nichts für Sonntagmittag habe. Weil die Familienpizza ja nun nicht an Bord ist. Okay, muss ein Bütterken herhalten, es gibt ja abends warm. Und was soll ich euch sagen? Ich habe die Portion nicht geschafft und somit am nächsten Tag gegen 12 Uhr noch die Reste in die Mikrowelle gestellt.

Wenn ich diese Pizza demnächst mal probieren möchte, rufe ich vielleicht vorher an. Um abzuchecken ob da vielleicht irgend ein Turnverein 35 x Calzone bestellt hat oder 38 x Baguette mit 17 Hamburgern plus 18 x Dönerteller samt 20 x Salat. Dann wäre ich raus und würde doch noch spät an einem Samstagabend kochen. Oder eben ein Bütterken schmieren. Oder, oder, oder. ^^

(Gruß an U. und seine Hamburger vertilgende Community. Ich hoffe es hat gemundet.

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„Du musst Spazierengehen“ haben sie gesagt,

„das tut Dir gut,“ haben sie gesagt.

(Für Dorthe K.)

Sonntags kriege ich den Hintern einfach nicht hoch. Auch wenn ich morgens plane mit dem Fotoapparat durch die Gegend zu wandern oder einfach irgendwo hinzufahren: Ich kann mich schwer aufraffen und finde mich oft dem Tiefschlaf verfallen auf dem Sofa wieder in den Nachmittagsstunden. Meine Freunde laden aber immer so tolle Bilder hoch und sind so aktiv. Das will ich auch!

Also habe ich mich am letzten Sonntag aufgerafft. Ich wollte jemanden besuchen knapp 1 km weiter. Meine Wander-App wurde gestartet ( so rein aus motivationstechnischen Gründen), Schuhe und Jacke an und ab ging es. Die Schuhwahl war jetzt nicht so der Brüller, es waren Trittchen. Stiefeletten um genauer zu sein. Ganz zarte Teile.

Der Besuch war erledigt, ich wollte dann noch an eine andere Ecke des Ortes. Von dort ging es dann Richtung Innenstadt. Auf dem Weg wollte ich gleich ein paar Euronen in das Sparfach beim Wirt meines Vertrauens versenken. Aber irgendwie war ich warm gelaufen und so ging es nochmal eine große Runde um die Stadt. Auf der Zielgerade zu meinem Sparfach hatte ich gefühlte 7 kg Kieselsteine in den Trittchen. Mein Gangbild verschlechterte sich schon ein wenig, ich ging wie auf Eiern. Meine Hacken brannten auch wie Feuer. Das muss wohl unterhaltsam ausgesehen haben, als ich wild rütteln vor der Kneipentür des Wirtes meines Vertrauens stand und dann unverichteter Dinge wankend die Innenstadt verließ (ich war zu früh, er hatte noch nicht geöffnet).

Zu Hause angekommen flogen die Stiefeletten gleich im hohen Bogen durch die Bude, die kleinen Steinchen hinterher. Aber: Meine Wander-App zeigte mir knapp 8 km an. Na, immerhin, da dürfen die Mauken gerne auch mal schmerzen. Darauf einen Kaffee.

Am Abend wurde dann großzügig Fußbalsam benutzt. 3 x habe ich gecremt. Die Haut an den Fußballen fühlte sich nämlich auch an wie ein kleiner Totalschaden. Bzw. sah diese auch so aus.

Ich bin ehrlich: Kurz nach 20 Uhr lag ich in der Waagerechten, ich habe keine 30 Minuten den Krimi geschafft. Um zu wissen wer der Mörder war, habe ich am nächsten Tag bei Facebook nachgelesen auf der Programmseite.

Die nächsten 3 Tage ging ich noch immer wie auf Eiern. Nachschub an Fußbalsam wurde geordert. Plus das abendliche Fußbad in Rosmarin, Thymian, Teebaumöl, Apfelessig und warmem Wasser in einer kleinen Wanne beim Abendprogramm vor der Flimmerkiste. So, ich bin nun stolze Besitzerin von 2 Paar Outdoor-Schuhen. 1 x eine Art Turnschuh und dann noch 1 x eine Art Stiefel. Die Trittchen trage ich nur noch dann, wenn es kurze Strecken sind. Oder wenn ich überwiegend sitze. Sitzschuhe quasi.

Und nun ratet mal, wer die Outdoor-Schuhe schon imprägniert hat und im gleichen Atemzug den abendlichen Krimi von morgen schon rot in der Fernsehzeitung angekreuzt. Man darf gespannt sein. ^^

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Chapeau, Rescuer.

(Quelle Bild: S. Werner)

Wenn am Samstag vor dem Rathaus der letzte Song gespielt wurde und Bernd, Christoph, Maik, Thomas und Michael von Rescuer ein letztes Mal von einer Bühne gehen, dann wird es sicherlich ein wehmütiger Moment sein. Für die fünf Männer, aber auch für die Fans und vor allem für die „Rescuer-Family“.

Über 30 Jahren haben sie auf der Bühne gestanden und mit ihren Cover-Songs so manches Event und so manche Party gerockt. Zu Recht gehörten sie zu den musikalischen Lokalmatadoren dieser Stadt.

Ich persönlich finde es wunderbar, dass der Pekermarkt bzw. der Vorabend für diesen Abschied gewählt wurde.

Vielleicht erinnern sich noch einige an die legendären Sonntagabende in den letzten Jahren im September an der Graft. Wenn Rescuer den Pekermarkt abschloss. Und wir teilweise gefeiert haben wie die Großen. Urlaub war dann am darauffolgenden Montag schon fast Tradition. Was waren das für Sausen!

Aber es gab noch viel mehr Gigs. Teils auch außerhalb der Stadtgrenzen. Da werden die Hardcore-Fans sicherlich mehr zu sagen können.

Aber bevor wir melanchonisch werden, denken wir lieber an all die Partys mit Rescuer, auf denen wir die Tanzfläche stürmten. An die Veranstaltungen, als wir die Songs mitgegröhlt haben. An die Abende, an denen wir die Nacht zum Tag machten.

Es war eine tolle Zeit. Und irgendwie ist es ein komisches Gefühl am Samstag letztmalig das Rescuer-Shirt aus dem Schrank zu holen.

Ich persönlich habe mit Christoph immer gut zusammengearbeitet wenn es um Berichte etc. ging. Das funzte total unkompliziert und ging flott über die Bühne.

Lieber Christoph, vielen Dank dafür.

In einem Song von Peter Maffay heißt es:

„Ich weiss, die Töne sind verklungen. Doch das Lied stirbt nie. Es klingt ewig fort.“

(Peter Maffay)

Passt irgendwie.

Hoffen wir auf eine letzte, legendäre, affengeile Party am Samstag.

Chapeau, Rescuer!

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Ein Sommerfest, welches seinem Name alle Ehre machte

(Quelle Bilder: S. Werner)

Wenn in der Tulpenstraße bei Heidi bis weit in die Nacht gewerkelt wird, dann kann das nur eins bedeuten: Das Sommerfest bei Heidis Pachworkstübchen steht auf dem Veranstaltungskalender.

So auch am vergangenen Samstag. Bei Temperaturen von über 30 Grad öffnete sie Haus und Hof um ihre Arbeiten vorzustellen. Aber nicht nur ihre: Noch mehr kreative Menschen wie Tanja`s Tattoo Stube, Landei Keramik, Luise Naturseife, Daniela Halm mit Mary Kay-Produkten sowie die Steinbilder von Ulrike Schietzold konnten bestaunt sowie gekauft werden. Auch die Holzarbeiten von Karin und Hartmut Niemeyer waren im Angebot.

Für Essen und Trinken war ausreichend gesorgt, Ehemann Markus war der Herrscher des Grills. Nach Bratwurst und hausgemachtem Kartoffelsalat waren noch Kuchen und gut gekühlte Getränke im Angebot. Das wurde auch seitens der Besucherinnen und Besucher gut angenommen. Immer wieder saßen die Leute zusammen im Schatten und hielten Small Talk.

Es gingen sicherlich einige Näharbeiten, Seifen, Shampoos, Körpercremes, Dekoartikel und Kosmetik über den Verkaufstresen. „Handmade“ und das aus der Region: Dafür stehen die Sommerfeste bei Heidi und das ruft auch die Besucher auf den Plan.

Gut zu tun hatte auch Tanja in ihrem eingerichteten Tattoo-Zimmer. Man konnte ihr bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Im übrigen hat Heidi ein neues Label: Neben dem Holzknopf auf ihren Arbeiten gibt es nun auch ein Lederpatch. Und das sieht ziemlich gut aus.

So ein Event ist nicht im Vorfeld zu wuppen und durchzuziehen ohne helfende Hände. Die Heidi in Form ihrer Freunde hatte, welche sie an diesem Tag unterstützten.

Sehr positiv fand ich persönlich die Regelung, dass im Haus eine Mund-Nasenmaske getragen werden musste. Diese war dann draußen im Hof und Garten nicht mehr notwendig. Also kein großes Opfer. Und zudem verantwortungsbewußt.

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie man Haus, Hof, Garten, Familie, Job und Hobby unter einen Hut bekommt. Heidi macht einfach. Das ist sicherlich auch nur dann möglich, wenn man für seine Sache brennt.

(Werbung wegen Markennennung)

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Lebensfreude pur – Der Umzug beim Packebierfest in Wiensen.

Ich finde keine Worte dafür, was heute in Wiensen los war beim Umzug und beim Packen am Thie.

Nach einer schier endlos scheinenden Zeit mit all den Auflagen während einer Pandemie hat heute in Wiensen die Luft gebrannt. Und die Leute hatten Bock auf ein traditionsreiches Dorffest.

Schon vor Beginn des Events heute war die Lebensfreude zu spüren: Die Vereine haben ihre Wagen für die Umzüge aufgepimpt. Die Vereine selbst haben feiernd und singend an der Straße gestanden am Thie.

Ob es die Junggesellen Vernawahlshausen waren oder die Junggesellen aus Oedelsheim oder Höckelheim: Was für eine Stimmung diese schon vor dem Hauptpart verbreitet haben. Es war genial.

Als der Umzug startete, die Paare gefunden waren, konnte man all die Sehnsucht nach dem normalen Leben so greifen. Teils ging auf den Festwagen so die Post ab, dass man Angst hatte die Achsen brechen. Party ohne Ende und Spaß ohne Ende.

Singende und feiernde Menschen mit Bock auf das Packebierfest.

Ist es nicht geil, dass unsere Dörfer mit ihren Traditionen für so viel positiven Input sorgen?

Ist es nicht geil, dass unsere Dörfer so lebendig sind?

Ist es nicht geil, wie Traditionen weitergegeben werden? Mit all der Arbeit?

Uslar und die Dörfer sind irgendwie geil!

Am Festplatz ging der Punk so richtig ab, es machte einfach Spaß in all die zufriedenen Gesichter zu schauen.

Während die Buden um Bratwurst und Co. belagert wurden auf der einen Seite, füllte sich das Festzelt mit singenden Menschen auf der anderen Seite. Alle zusammen, das war so der Tenor heute. Und das hat so beeindruckt.

Wie viele johlende Menschen heute im Karussel saßen und Spaß hatten:

Das war einmalig und nur das Zusehen hat Laune gemacht.

Wir haben in Wiensen heute so oft gesagt und gedacht:

„Das ist Lebensfreude pur! Und wie haben wir diese vermisst!“

Chapeau, Wiensen. Danke für diesen Sonntag. Es war toll.

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Allein Daheim und andere Beobachtungen.

In den letzten Monaten war ich davon überzeugt, mich mit Corona nicht zu infizieren. Von wegen Blutgruppe und so. Und immer wiederkehrender negativer Testungen über einen langen Zeitraum.

Tja, da wurde ich wohl eines besseren belehrt: Plötzlich war da der zweite Strich!

Ich hatte kurioserweise in den letzten Monaten noch darüber philosophiert, wie ich denn eine Quaratäne wegstecken würde. Wer für mich einkauft. Ob ich nicht am Rad drehe in der Bude. Und ganz wichtig: Wie mein Verlauf ist.

Nun musste ich in die Isolation und ehrlich gesagt war mir etwas mulmig. Ihr kennt das bestimmt: Man beobachtet sich 24 Stunden am Tag.

Zum Glück war hier alles tipptopp, außer Schnupfen und Müdigkeit keine nennenswerten Komplikationen.

Meine Einkaufswünsche wurden täglich erfüllt.

Ein Balkon ist vorhanden.

Das Wetter war toll. So konnte ich in der Sonne sitzen und war ohne Komplikationen prädestiniert.

Ich hätte auch niemanden in meine heiligen Hallen lassen müssen, das fand ich cool.

Meine Sorgen, dass ich hier verdurste oder verhungere, lösten sich in Schall und Rauch auf.

Meine Sorgen, dass ich hier vereinsame, auch.

Whatsapp und Facebook rettete mich über den Tag. Auch das Fernsehprogramm. Und der Schlaf.

Mein Schnitt war in den acht Tagen über 10 Stunden in der Nacht. Da sind die Mittagsschläfe nicht mit eingerechnet.

Bist Du in Quarantäne, dann musst Du Dich nicht aufbrezeln.

Duschen – Haare an der Luft trocknen lassen – kein Make up und aussehen wie Karl Napp.

Echt doof, wenn dann ein Kollege per Videoanruf Kontakt aufnimmt.

An Tag 8 wäre ich gerne mal Einkaufen gegangen. Einfach mal raus aus der Bude. Leider, leider war da mein Test noch positiv.

An Tag 10 fuhr ich dann in ein Testzentrum und siehe da:

Negativ!

Ich war 2 Stunden Einkaufen, habe das echt so genossen. Und ich war dankbar, dass ich ohne schwerwiegende Folgen dazu in der Lage war.

Mein Einkaufswagen war voller Köstlichkeiten, ich hätte jeden Kunde und jeden Kassierer und jeden Artikel knutschen können.

Nun gut, vielleicht etwas viele Lebensmittel hier für 1 Person, aber ich lasche das schon weg die Tage.

Aus der Bude zu eumeln, das ist schon toll. ^^

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Von Promis aus dem Fernsehen und Frauen aus Spandau.

(Quelle Bild: S. Werner)

Letztes Wochenende war es endlich soweit, ich konnte mein Geburtstagsgeschenk zum 50. Geburtstag einlösen. Die Jubiläumsshow eines namhaften Comedian in Berlin auf der Waldbühne. Also den Turnbeutel gepackt und per Zug ab in die Hauptstadt. Ich erwähnte sicherlich irgendwann schon einmal, dass ich mich beim ersten Besuch in Berlin auch gleich Hals über Kopf in diese Stadt verliebt habe. So war meine Freude bei der Ankunft am Bahnhof auf dem Höhepunkt.

Nach dem einchecken im Hotel ging es dann auf Streifzug, welcher auf einem Schiff endete. Eine Fahrt auf der Spree. Herrlich! Die Sonne brannte vom Planeten und ich war glückselig 😉

Ein netter Herr servierte Getränke, ein anderer netter Herr erklärte alles was links und rechts zu sehen war. Ihr kennt das.

Der freundliche Herr am Mikrofon machte kurz Pause und verschwand. Bis hierher nichts außergewöhnliches.

Dann kam er wieder, tippte auf meine Schulter und fragte:

„Entschuldigung, kann es sein, dass ich Sie aus dem Fernseh kenne?“

Ich war wie vom Donner gerührt und verneite.

Dann erklärte er, dass er und der nette Herr mit den Getränken sicher gewesen sind, ich sei Ulrike von der Groeben.

In diesem Moment war ich gefühlte 2,50 m groß und der Tag war gerettet.

Ich gebe zu, die Ulrike gleich gegoogelt zu haben. Nun gut, ich wäre froh wenn ich halbwegs so aussehen würde wie Ulrike und Sendungen moderieren könnte quasi.

Einen Tag später bei der Fahrt im Taxi von der Waldbühne Berlin zurück in die Stadt dann der nächste Brüller. Ein echt netter Texifahrer, ich saß vorne. Ich lasse jetzt mal die Geschichte weg vom dem Ehepaar, welches auch im Taxi mit uns saß. Und … ach, lassen wir das.

Der Taxifahrer war sehr gesprächig und erzählte dann, dass bei uns (!!!) in Spandau viel gebaut wird. Jetzt musste ich die Kurve kriegen und erzählte ganz belanglos, dass ich aus einer Kleinstadt in Niedersachsen komme. Aus einer Kleinstadt, in der man die Polizisten mit Name kennt. Und in der man Strecken von 5 km nach Partys zu Fuß geht, gerade wenn man auf einem Dorf aufgewachsen ist.

Daraufhin er:

„Du kommst doch aus Spandau, ich habe Dich hier doch schon gesehen!“

Und ich so:

„Nee, nicht wirklich.“

Scheinbar habe ich ein Allerweltgesichts.

Ich habe mich innerlich abgerollt als es im Auto plötzlich stank wie im Schweinestall. Und denke mir so:

„Zwei Frauen im Auto und der pfurzt wie Bolle! Gut, dass das Ehepaar schon ausgestiegen ist, es hätte sonst die Situation noch dramatisiert.“

Ich konnte das würgen am Höhepunkt des Gestankes gekonnt unterdrücken.

Bis er dann erwähnte:

„Da ist `ne Kläranlage im Ort.“

Gelächter in der Bude und Erleichterung.

Und die Moral von der Geschicht: Vom Fernseh und aus Spandau bin ich nicht. ^^

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