Bei „am Fenster“ von City ging die Post ab.

Wochenlang darauf hin gefiebert, dass der Tag des Klassentreffens endlich kommt. Als Kind der 80er wünschte man sich das Feeling aus diesem Jahrzehnt zurück. Ich persönlich hatte echt Angst mittendrin in Tränen auszubrechen vor lauter Rührseligkeit. Es ging aber gut.

Als wir uns am Nachmittag vor der Schule trafen (wir hatten die Möglichkeit diese zu besichtigen), startete die Zeitreise 30 Jahre zurück. In einigen Räumen roch es noch wie damals, das haben viele festgestellt. Ich musste wohl schmunzeln, dass viele die Toiletten nochmal sehen wollten. Was daran lag, dass wir uns in den Pausen dort oft aufgehalten hatten und heimlich gepafft.

In der Turnhalle ist die Zeit wohl stehengeblieben, es hat sich kaum etwas verändert. Als ich diese Seile sah an denen man im Sportunterricht hoch klettern musste, habe ich eine Krise bekommen: Ich habe nicht einen Zentimeter geschafft damals.

Es waren so viele Eindrücke, dass einige echt leicht erschöpft waren. Man bedenke: Wir sind Ü-40 😉

Dann ging es in das Gasthaus, dort warteten weitere ehemalige Schulkollegen/-kolleginnen, und ein toll geschmückter Saal: Auf den Tischen lag Brausepulver, Kinderschokolade, Leckmuscheln etc. Auch drei Lehrer erschienen, und die sahen noch aus wie damals. Unterrichten hält wohl jung 😉

Man dachte auch an die Schüler, welche nicht mehr leben. Es wurden Kerzen aufgestellt mit deren Namen zur Erinnerung.

Bei manchen der Gesichter auf dem Saal wusste ich nicht wer sie/er war, bei manchen konnte ich mich nicht erinnern, dass sie in der Parallelklasse waren.

Meist gestellte Frage gestern:

Wer ist das?“

Es wurde viel geredet, Foto-/Poesiealben gingen durch die Reihen und dabei wurde viel gelacht. In der Fotobox ging auch der Punk ab.

Der DJ hatte schon 80er-Scheiben aufgelegt. Es war recht spät als die Ersten die Tanzfläche stürmten. Das dann aber mit vollen Inbrunst. Bei „am Fenster“ von City, dem „goldenen Reiter“ von Joachim Witt“ und „Skandal um Rosi“ von der Spider Murphy Gang wurde lauthals mit gegrölt und getanzt bis zum abwinken. Das Personal des Gasthauses war recht jung. Und die Gesichter von denen war Gold wert als die Meute von schon etwas gesetzteren Damen und Herren quasi eskalierte bei diesen Songs. So what 😉

Es wurde einem warm um`s Herz wenn man sah wie sich die Leute teilweise den ganzen Abend über immer mal wieder in den Arm nahmen.

Erinnerungen sind was tolles, und davon gab es gestern Abend genug. Würde es eine Zeitmaschine geben, dann würde ich dort einsteigen und mich in die 80er Jahre katapultieren lassen. Für einen Tag.

All die Leute gestern zu beobachten, Kopfkino zu haben bei der Musik, und sich nochmal fühlen wie ein Teenie, das ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

Gefeiert wurde bis 4.30 Uhr habe ich gerade erfahren. Da lag ich schon in der Koje.

Vielen Dank an alle, die das gestrige Klassentreffen auf die Beine gestellt haben. Ich werde von den Eindrücken sicherlich noch lange zehren. Hier läuft gerade meine Playlist aus den 80ern, versteht sich von selber. Ich muss es mir heute nochmal geben. Und freue mich auf das nächste Treffen.  Und auf euch. ^^

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Wie klein die Welt doch ist.

(Quelle Bild: SplitShire/Pixabay)

Ich war gestern in musiktechnischer Mission unterwegs, nämlich beim Konzert von Niedeckens BAP. Nach Feierabend noch schnell eine Karte geholt, für heute Urlaub eingereicht, im Bad restauriert und aufgepimpt, locker-flockige Kleidung an und ab ging es. Ich war alleine unterwegs.

Als ich an der Stadthalle in Beverungen die Treppen hoch ging Richtung Eingang, rief ein Mann:

„Steffi Werner?“

Ich denke so:

„Ich habe nichts gemacht!“

Und dann stellte er sich vor: Es war der Bruder vom „Chef“, so nenne ich liebevoll den Mann einer lokalen Onlinezeitung, für den ich auch hin und wieder schreibe. Wir kennen uns mittlerweile auch persönlich, also der Chef und ich jetzt, bei den Konzerten von Scooter und Roger Hodgson haben wir zusammen gepafft und über die lokalredaktionelle Gemeinde im Umkreis gefachsimpelt. Es funzt bei uns was die Zusammenarbeit betrifft.

So, jedenfalls hat mich sein Bruder gleich erkannt (wahrscheinlich von Facebook) und mir seine hübsche Tochter vorgestellt. Wir zu dritt rein in die Halle, und da sah ich auch gleich den Chef. So standen wir vier lange zusammen. Dann ging es um ein Selfie von uns. Für die Mutter. Und ich sage noch:

Wir kennen uns doch gar nicht, eure Mutter und ich.“

Sagt der Chef:

„Doch, sie liest Dich.“

Okay. Niedeckens BAP war schon auf der Bühne, und wir standen eine Zeitlang dort zusammen bei Cola, Alster und den Klängen von Wolfgang Niedecken. 

Ich hatte mir so sehr gewünscht, dass der Song „do kanns zaubere“ kommt, eins meiner Lieblingsstücke von Wolfgang Niedecken. Der Song kam auch. Der Bruder vom Chef muss auch darauf gewartet haben, das sah ich an seiner Reaktion. Er war gestern das erste Mal zusammen mit seiner Tochter auf einem Konzert erzählte er mir noch.

Als ich zu meinem Auto ging schoss mir durch den Kopf, dass es diese Begegnung sicherlich nicht gegeben hätte, würde ich nicht bloggen. Und hin und wieder für diese lokale Onlineredaktion schreiben.

Nun bin ich auf dem Handy der Mutter verewigt. Der Gedanke gefällt mir.

„Gruß an euch Drei. Wir sehen uns im September 2019 bei Roland Kaiser auf der Weserwiese, oder? Das haben wir doch gestern so verabredet, nä?“ ^^

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„Aufschieberitis“: Auch Prokrastination genannt.

(Quelle Bild: Pixabay/sandra_schoen)

Kommen wir zum unterhaltsamen Teil:

Hin und wieder leide auch ich unter Aufschieberitis, ich war nie die „ich erledige das sofort-Tante“. Gut, man kommt ja trotzdem durch`s Leben, mal besser und mal schlechter. Vor einiger Zeit sah ich beim Einkaufen eine Zeitschrift welche dieses Thema behandelte. Ich packte sie auf das Band. Vielleicht stehen dort Tipps und Tricks drin welche es in Zukunft funzen lassen. Zuhause angekommen, lag sie erst auf dem Küchentisch, dann auf dem Schuhschrank, dann auf einem Hocker auf dem Flur. Und sie lag und lag und lag. Immer wenn ich daran vorbei ging und mich das Wort „Aufschieberitis“ anstarrte, nahm ich mir vor diese Lektüre in einer stillen Stunde zu lesen. Wenn ich konzentriert bin. Und entspannt. Und gut drauf. Okay, okay, okay. Die Zeitschrift schaffte es kürzlich vom Flurhocker bis ins Wohnzimmer: Nämlich unter meinen Teller, der war so heiß und kein Untersetzer lag in der Nähe. Nun liegt diese Zeitschrift auf dem Wohnzimmertisch unter der Fernsehzeitung. So geht das seit Juli. Da fragt man sich warum das so ist und ahnt welche Gründe es hat. Es scheint keine neckische Erklärung für die Aufschieberitis zu geben.

Kommen wir zum ernsthaften Teil:

Vor einigen Wochen bekam ich eine Email zu diesem Thema, ich öffnete sie und las das alles und erkläre es mal mit meinen Worten:

Wir schieben Dinge nicht selten auf weil wir den Kanal voll haben. Job, Familie usw., wenn es geht alles perfekt gemacht um bestehen zu können und Eindruck zu machen. Mithalten zu können. Vieles belastet uns, vieles überlastet uns. Wenn wir dann Dinge aufschieben, nehmen wir kurz etwas Druck aus der Sache und treten zurück. Nicht die beste Lösung, aber sie verschafft uns etwas mehr Luft. Dieser Schlendrian bremst uns aus. In der Email sprach man davon, dass uns dieses vor größerem Schaden bewahrt. In dieser Email standen ebenfalls noch ein paar Ratschläge wie man die Aufschieberitis in den Griff bekommt, sich neu strukturiert, wie man sich vielleicht besser organisieren kann und das Feld von hinten aufrollt. Und wie man sich Freiräume schafft, ohne dass die Aufschieberitis dieses stellvertretend übernimmt.

Aber eines stand in dieser Email nicht: Das wir alle unterschiedlich ticken. Vom Charakter her und sicherlich auch die Erziehung betreffend.

Was für die/den eine(n) normal ist bezüglich der Bewältigung der Aufgaben, fällt der/dem anderen schwer. Woran die/der eine zu knabbern hat, geht der/dem anderen leicht von der Hand.

Die Zeitschrift aus dem Juli liegt jetzt neben mir, ich nehme die gleich mit ins Bett. Ob ich den Bericht dort lese? Keine Ahnung! Aber immerhin liegt die Lektüre gleich im Schlafzimmer. Sie kommt weit rum hier. ^^

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Von alten Freunden und einem Wiedersehen.

(Quelle Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Gestern war ich auf dem 50. Geburtstag eines Kumpels eingeladen. Und ich ahnte schon, dass ich viele Leute wiedertreffe mit denen ich jahrelang eng befreundet war: Die alte Clique! Genau so kam es auch.

Hin und wieder läuft man sich über den Weg. Einen von ihnen habe ich total lange nicht mehr gesehen, und wir haben uns so oft in den Arm genommen als wir uns gegenüber standen. Und ganz viel über alte Zeiten gesprochen.

Im Laufe des Abends habe ich alle immer mal wieder beobachtet. Jünger sind wir sicherlich nicht geworden. Der eine ist schon ergraut, der andere hat ein paar Kilo zugenommen etc. Aber ich habe gestern alle noch durch die Augen von damals gesehen. Vom Wesen her sind auch alle noch so wie vor 30 Jahren. Ich wusste wer wieder alle zum Lachen bringt, wer zu späterer Stunde anfängt zu Tanzen, wer den ganzen Abend vernünftig bleibt und wer zu späterer Stunde undeutlich spricht 😉  Bingo, wie damals in den 80ern/90ern. Als hätten wir gestern da weitergemacht, wo wir vor Jahrzehnten aufgehört haben.

Gerade die sehr engen Freundschaften sind auch bis heute bestehen geblieben, das war gestern auch wieder zu sehen. Im Laufe des Zeit hält man sich in verschiedenen Freundeskreisen auf. Zu einigen verliert man den Kontakt, dann lernt man wieder neue Leute kennen usw.

Aber die Truppe von gestern Abend hat im Kern Bestand.

Zwei meiner Freunde sind die Paten meines Kindes.

Der Typ, in den ich damals so verknallt war, ist heute verheiratet. Seine Frau ist meine beste Freundin.

Die Frau eines Kumpels treffe ich hin und wieder in der Klinik, wir sind quasi Kollegen.

Und der Mann, der damals meine große Liebe war, ist heute auch ein guter Freund meines Sohnes.

Einige aus dieser Truppe treffen sich 1x/Monat zum Frühstück. Und das schon seit Jahren. Auch nicht Gang und Gebe, dass Freundschaften so lange bestehen bleiben.

Als ich gestern gefragt wurde ob ich etwas schreibe über diesen Geburtstag, hatte ich noch verneint. Ich wollte eigentlich nur feiern. Aber im Laufe des Abends, als ich alle beobachtete und mir so viele Gedanken durch den Kopf gingen, und ich mich natürlich auch so gefreut hatte über das Wiedersehen mit meinen alten Freunden, ging mein Kopfkino doch los. Ich bin dann auch teilweise ergriffen, weil man diese Zeiten halt nicht zurück holen kann. Aber gerne daran denkt.

Ich habe Erinnerungsbilder von gestern auf meinem Handy, wir haben noch ein Gruppenbild gemacht. Köstlich. Als hätte man die Bilder vor 30 Jahren gemacht so von den Mimik her 🙂

Die Freunde von gestern haben mich so lange Zeit begleitet, wir haben Sachen erlebt und getan, die darf man keinem erzählen. Stress gab es auch hin und wieder, völlig normal. Aber ich möchte keine Sekunde missen, und auch keinen der Kumpels von damals. Wobei einer aus diesen Reihen nicht mehr am Leben ist.

Mir geht seit heute morgen durch den Kopf, dass ich alle bei meinem 50. wiedersehen möchte. Die Truppe, aber auch die Truppen danach. Ich brauche dann ein großes Areal und sollte schon anfangen zu sparen. Denn es sind zum Glück nicht wenige. ^^

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Ein paar Worte auf einen Zettel geschrieben: Ich liebe es.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Im Zeitalter der sozialen Netzwerke, von Whatsapp und Co., bleibt manchmal das geschriebene Wort auf der Strecke. Geschrieben im Sinne von „mit Stift auf Papier“. 

Umso schöner finde ich es, wenn man ein paar persönliche Worte vorfindet, gerne auch auf einer kleinen gelben „Post it-Notiz“. Die kleinen Zettel zum ankleben kennen sicherlich alle. Wahrscheinlich aus dem Büroalltag. Auch im Jahr 2018 nicht wegzudenken, wir im Büro bestellen die Dinger ohne Ende.

Als ich am Freitag im Archiv verschollen war, muss eine Kollegin von mir in den Feierabend gegangen sein. Als ich etwas später wieder an meinen Schreibtisch kam, klebte eine Notiz auf meiner Tastatur von ihr. Was mich sehr freute. Sie wünschte mir ein schönes Wochenende. Nicht mal eben bei Whatsapp rein geklatscht, sondern mit ein paar Worten auf einem Notizzettel. 

Diese kleinen, feinen, noch mit Kuli geschriebenen Nachrichten haben für mich noch immer etwas sehr persönliches.

Ich finde Briefe und Postkarten auch noch immer toll.

Liebesbriefe, wahrscheinlich aus der Mode gekommen, haben einen anderen Stellenwert wie Emails. Ich weiß nicht mal ob heute noch jemand zu Stift und Papier greift und sich die Mühe macht etwas niederzuschreiben.

Es macht deutlich mehr Spaß einen Brief zu lesen als eine Email.

Back to the roots.

Ich habe mal vor langer Zeit meiner großen Liebe einen Zettel in die Brotdose gelegt. Ihr ahnt es schon, er war echt voller Geschwurbel 🙂

Er hat den Zettel auch gefunden. Also den halben Zettel. Die andere Hälfte hatte er leider mit runter geschluckt, weil ich die Nachricht etwas in das Brot schieben musste. Wir haben uns abgerollt über diese Geschichte.

Aber es war noch eine Spur Persönlichkeit vorhanden.

Würden wir nur alle mehr auf Stift und Papier zurück greifen.

Für mich persönlich 1000x emotionaler als Buchstaben in die Tastatur gehämmert. ^^

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Von Feinstrumpfhosen, Laufmaschen und Stinkefüßen

 (Quelle Bild: yarmoluk/Pixabay)

Letztens sah ich einen Bericht über eine Feinstrumpfhose welche so robust ist, dass Laufmaschen der Vergangenheit angehören. Gut, die Rezensionen sprachen dann eine andere Sprache, das Ding überlebte nicht mal das Anziehen schrieben einige Damen.

Feinstrumpfhosen sind mir persönlich ein Graus. Manchmal kommt man aber nicht drum herum.

Ich bilde mir ein die Laufmaschen scharren schon mit den Füßen wenn ich mir beim Einkaufen nur eine Strumpfhose anschaue. Obwohl ich die Teile fast andächtig auspacke und total konzentriert über die Mauken ziehe, finde ich die erste Laufmasche schon bevor ich das Ding hochgezogen habe. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Feinstrumpfhosen hier schon den DEN-technischen Tod fanden. Es waren viele, sehr viele.

Es gibt ja so Tricks und Kniffe, wie man einer kleine Laufmasche schnell den Garaus macht: Mit Nagellack oder Haarspray, dann ribbeln die nicht weiter auf. Das muss mal aber alles gut dosieren, sonst sitzt an dieser Stelle die Strumpfhose bombenfest am Bein. Und: Man muss das Kram in der Handtasche haben, falls sich die Laufmasche auf einem Event zu seinem Dasein entschließt.

Wenn ich mit einer Feinstrumpfhose das Haus verlasse, habe ich meist eine Ersatzstrumpfhose in der Handtasche. Und die kommen oft zum Einsatz, ich könnte Geschichten erzählen 🙂

Eine Feinstrumpfhose ist heutzutage aber nicht mehr nur eine Feinstrumpfhose, die Dinger sind ja wahre Wunderwaffen. Teilweise formen die Teile Po, Hüfte und Bauch. Oder sie haben einen Kompressionseffekt. Oder sie lassen die Beine schlanker wirken. Ich habe eine Strumpfhose im Internet gefunden, welche sogar Orangenhaut den Kampf ansagt. Eine Strumpfhose habe ich gefunden mit Aloe Vera. Sie spendet Feuchtigkeit, wirkt beruhigt und schützt vor Hautalterung. Kostenpunkt: 84,95 Euro. Schnapper, oder?

Es wird aber noch keine Feinstrumpfhose angeboten, welche kleine Duftperlen unten im Fußteil ins Material geklöppelt hat. Zieht mal eine Feinstrumpfhose aus, welche ihr 12 Stunden an hattet.

Balkontür auf – Luft anhalten, Strumpf runter – Strumpf und Schuhe raus – Balkontür zu – wieder atmen.

Wenn ich mal wieder eine Feinstrumpfhose kaufen muss weil ein Event ansteht bei dem das „kleine Schwarze“ zum Einsatz kommt, google ich vorher immer die Bedeutung der DEN-Zahl auf der Verpackung. Ich brauche blickdicht. Und kann mir immer nicht merken ob viel DEN oder wenig DEN. Viel DEN ist dann die Devise (ich habe gerade wieder Google angeschmissen).

Man soll kaputte Feinstrumpfhosen aber nicht weg schmeißen. Wenn man z. B. das Fußteil abschneidet, kann man dort Reste von einem Stück Seife rein prümmeln und sie somit aufbrauchen. Heißt: Man kann sich dann die Füße waschen wenn man das Ding 12 Stunden an hatte. Ich persönlich nutze allerdings keine Seifenstücke mehr, hier hat die Flüssigseife die Oberhand im Bad. Recycle-Tipp abgelehnt.

Liebe Männer, ich ahnt nicht welche Probleme wir Frau so haben können. Versucht euch mal in so ein Ding zu pellen, dann wisst ihr wo der Frosch die Locken hat.^^

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Launische Menschen – kennen wir alle.

 

(Quelle Bild: geralt/Pixabay)

Ob im Freundeskreis, unter Bekannten, in der Verwandtschaft, unter Kollegen: Meist trifft man auf mindestens einen launischen Menschen. Diesen fasst man irgendwann mit Samthandschuhen an, dem lieben Frieden zuliebe. Oder man distanziert sich so weit das möglich ist.

Launisch sind wir alle, mal mehr und mal weniger. Die/der eine kann es gut verpacken bzw. verdrängen, die/der andere überhaupt nicht. Meine Launen bekommen meist die Leute zu spüren, die mir wirklich ganz nahe stehen. Ich entschuldige mich auch für meine launischen Phasen. Ansonsten versuche ich meine schlechte Laune meist zu verbergen.

Es macht mehr Spaß mit Menschen den Tag zu verbringen die gut gelaunt sind, uns zum Lachen bringen, die zumindest lächeln.

Es macht überhaupt keinen Spaß mit Menschen den Tag zu verbringen die schlecht gelaunt sind, die selber nicht mehr Lachen können und demzufolge nicht lächeln. Die mit ihrer Schwermut fast jeden Tag andere von sich entfernen. Und den anderen diese Schwermut auch aufs Auge drücken, das ist das schlimme an der Sache. 

Miese Laune haben wir alle mal, aus den unterschiedlichsten Gründen. Und manchmal hilft es ja auch wenn man darüber redet. Dann weiß der Mensch gegenüber Bescheid. Wenn aber ein chronisch schlechtgelaunter Mensch nicht redet und alle anderen drumherum mit dieser miesen Stimmung runter zieht, fliegt mir persönlich fast immer der Draht aus der Mütze. Man kann sich von diesen Menschen nicht immer entfernen, das ist das Problem. Man ignoriert sie stellenweise, versucht sie zu umgehen. Und nimmt sie letzten Endes nicht mehr ernst.

Wenn jemand dauernd abgenervt wirkt, schlecht gelaunt, sein Umfeld damit negativ beeinflusst, dann liegt es in der Verantwortung dieses Menschen etwas zu ändern. Es müssen sich nicht zig andere Leute dafür verantwortlich fühlen und diese unterschwellige miese Stimmung ertragen.

Wenn ich mehrmals die Woche jemanden erleben muss der ein Gesicht zieht wie 7 Tage Regenwetter, der nicht grüßt, der nicht spricht, der nur flucht, dann kriege ich echt die Pimpernellen! 

So, und diese Worte gehen raus an alle Dauer-Schlechtgelaunten:

Ihr macht es uns nicht einfach. Gerade weil wir für die Gründe eurer Launen nichts können. Gewisse Dinge zu klären liegt in eurer Verantwortung. Hängt doch eure miese Stimmung beim Verlassen des Hauses an die Garderobe, und stülpt sie beim nach Hause kommen wieder über. Lächelt doch einfach mal wieder wenn ihr draußen seid, das tut gut und steckt teilweise an. Hoffentlich und wahrscheinlich auch euch.  Selbst wenn es nur gespielt ist.  Positiv oder neutral wahrgenommen werden ist schöner als negativ wahrgenommen werden. ^^

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30 Jahre aus der „Penne“: Das muss gebührend gefeiert werden.

Uslar/ Kinder, wie die Zeit vergeht: Gestern noch mit der Schultasche auf den Schulbus gewartet – heute stehen wiederum teilweise die eigenen Kinder schon im Berufsleben und haben die Schule verlassen.

30 Jahre, das ist eine lange Zeit, das ist ein rundes Jubiläum, das ist ein Grund für ein Klassentreffen. In Uslar werden sich alle Abschlussklassen des Jahres 1988 der Realschule in einem Gasthaus einfinden Ende Oktober. In dem Gasthaus, in dem sie 1988 den Abschlussball feierten.

Ein Organisationsteam aus sieben Leuten ist seit geraumer Zeit auf der Suche nach all den Mitschülern. Per Facebook, per Whatsapp und teilweise auf privater Ebene. Die erste Whatsapp-Gruppe fand sich schon, seit Monaten werden dort Bilder ausgetauscht und Erinnerungen. Und man findet den ein oder anderen Name wieder. Teilweise mit geänderten Nachnamen, da viele Mädels mittlerweile verheiratet sind und sogar schon Silberhochzeit feierten.

Es dürfte ein spannender Tag werden mit sicherlich vielen Fragen:

Wer ist das?“

Wo lebst Du jetzt?“

Wie geht es Dir?“

Kinder? Haus? Boot?“

Und so weiter, und so fort.

Von vier Klassenlehrern haben schon zwei zugesagt. Die Lehrer und Schüler kommen aus der ganzen Republik zusammen. Einer von ihnen, ein Mitschüler aus Kolumbien, dürfte die weiteste Anreise haben. Man munkelt, er überlegt wirklich ob er in den Flieger steigt.

Geplant ist ein Tag der unter Umständen schon mit einem gemeinsamen Besuch der Schule beginnt. Danach geht es in das Gasthaus, dort erwartet die Damen und Herren Essen, ein DJ, eine Fotobox und sicherlich viele spannende Gespräche. Die Sichtung witziger Bilder von damals, vielleicht auch die ein oder andere Beichte, welche der einen oder dem anderen seit 30 Jahren auf der Seele brennt.

Die Mitschüler von außerhalb können im Gasthaus nächtigen und am nächsten Tag kann gemeinsam gefrühstückt werden, bevor alle wieder die Heimreise antreten. Mit sicherlich ganz viel Erinnerungen, Geschichten und Eindrücken im Gepäck.

Damals konnte man es kaum abwarten die Schule zu verlassen und ins Berufsleben einzutauchen. Heute trauert man dieser Zeit, der Kindheit/Jugend hinterher. Weil es eine tolle Zeit war, gerade die 80er Jahre. Viele von uns, Jahrgang 1970 plus/minus, erlebten in diesem Jahrzehnt die erste große Liebe, die beste Musik, eine sicherlich unbeschwerte Jugend in einer Kleinstadt. Man hatte sich und seine Leute, man hatte seine Events, man hat viel erlebt. Die Schulzeit spielte eine große Rolle. Deshalb kann man davon ausgehen, dass Ende Oktober in dem Gasthaus in der Nähe von Uslar viele auf eine Zeitreise gehen werden.

Den Schülerinnen/Schülern und Lehrern von damals einen tollen Tag/Abend.

Wir wollen Bilder sehen, wir wollen Bilder sehen, wir wollen, wir wollen, wir wollen Bilder sehen.“

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Geschichten aus dem Uslarer Land

„Das orangefarbene Telefon“ oder „wie klein hier doch die Welt ist.“

Tatort war der Dorfflohmarkt in Schlarpe: Unter den unzähligen Angeboten und Ständen heute fiel mir ein Gegenstand sofort ins Auge: Ein orangefarbenes Telefon mit Wählscheibe. Ihr wisst schon, 80er Jahre und so. Verabreden für das Meeting ging damals überwiegend über ein grünes oder orangefarbenes Telefon mit Wählscheibe. Ich musste heute ein paar mal wählen weil ich das Geräusch so geil fand. Aber für den Preis wollte ich es nur zu Dekorationszwecken nicht mitnehmen. Also gingen wir weiter und ich war mit den Gedanken immer bei diesem Telefon und entschloß mich, dieses auf dem Rückweg zu kaufen. Andere Frauen haben das bei Handtaschen und Schuhen. Wie das so ist wenn eine Traube von Frauen gemeinsam durch ein Dorf döllmert, kann das etwas dauern. Schnabbel hier – sabbel da – guck mal hier – guck mal da. Während der Rest meiner Truppe noch an einem Stand war an dem es gefühlte 124.377 Weihnachtskugeln gab in allen Farben und Größen, wandelte ich zu dem Händler mit dem orangefarbenen Telefon. Huch, er hatte es wohl anders platziert, ich sah es nicht mehr. Nee, er hatte es nicht anders platziert, das orangefarbene Telefon hatte einen Käufer gefunden. Och nee, Mensch, so eine Sch…!!!
Ich traf noch auf ein grünes Telefon mit Wählscheibe, aber grün passt nicht zu meiner Deko. Oder doch? Frage ich einfach was es kostet wenn ich da wieder lang gehe. 3x dürft ihr raten: Auch das grüne Telefon war weg.
Wie mit den Kerlen: Lernste einen kennen, gehst kurz auf Klo, kommste wieder: Kerl weg!
Auf dem Street Food-Markt angekommen, erzähle ich einer Bekannten vom Dorfflohmarkt und dem Missgeschick mit dem orangefarbenen Telefon. Dreht sich ein Mann vor mir um und sagt:

„Das habe ich gekauft.“

Und er hat den Händler zudem um 50% runter gehandelt. Bitte? Das glaube ich ja jetzt nicht! Ich habe ihm zu seinem Erwerb aber noch gratuliert, von Neid erfüllt natürlich. Und ich wette, es passt in seinen Flur nicht so grandios wie in meinen Flur.
Tja, stand ich in Uslar mit meinem „kalten Keks“, ohne orangefarbenes oder grünes Telefon mit Wählscheibe in meiner Handtasche aus Schlarpe.
Merke: Beim nächsten Dorfflohmarkt schlage ich gleich zu. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ich bleibe an dem Mann mit dem Telefon aber dran. Ich erkenne ihn wieder. Das Gesicht habe ich mir gemerkt. Für immer und ewig. Wie klein doch die Welt hier so ist. ^^

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Zwei Premieren – zwei Mal ein voller Erfolg.

Der erste Dorfflohmarkt in Schlarpe sowie der erste Street Food-Markt in Uslar lockten viele Besucher bei bestem Wetter am Sonntag zu beiden Events.

In Schlarpe waren schon zur Mittagszeit unzählige Autos an den Straßen geparkt. Viele Besucher schlenderten an die Stände, welche im gesamten Dorf verteilt waren, streiften durch Schlarpe und besuchten die Dorfgemeinschaftsanlage um sich zu stärken.

Durch viele Gespräche mit anderen Besuchern hörte man oft die Aussage: „Das ist wie eine Zeitreise zurück in die Kindheit“. Angeboten wurden unter anderem Comichefte, Musikkassetten, Schallplatten, Lampen aus alten Zeiten, Milchkannen, Schreibmaschinen, Telefone mit Wählscheiben, viel Geschirr, alte Töpfe, Holzkisten und vieles mehr. Viele Gespräche entstanden durch die Sichtung der Raritäten. Wer Schlarpe noch nicht so wirklich kannte, der lernte Schlarpe am Sonntag kennen. So ging man durch Straßen, durch man man noch nie ging. Und entdeckte nebenbei eine tolle Landschaft und ein urgemütliches Dorf. An der Dorfgemeinschaftsanlage war der zentrale Punkt mit nicht nur Essen und Trinken, sondern auch einem Rahmenprogramm. Draußen saßen viele Besucher unter blauem Himmel und ließen es sich bei einer Bratwurst oder einem Wasser gut gehen. Den Kaffee und Kuchen nicht zu vergessen. Die Helfer/innen hatten gut zu tun.

Wie viele Besucher Schlarpe begrüßen durfte, lässt sich schwer sagen. Aber sicherlich hat der erste Dorfflohmarkt die Erwartungen übertroffen. Weit übertroffen.

In Uslar beim ersten Street Food-Markt dasselbe Bild: Die Lange Straße war sicherlich besser besucht als im Vorfeld erwartet. Vor den Verkaufswagen der Anbieter bildeten sich Schlangen an hungrigen Frauen und Männern. Der Andrang war so groß, dass einige Anbieter schon am Nachmittag komplett ausverkauft waren. Zu sehen war ein Speiseangebot, welches man so noch nicht kannte. An den zusätzlich aufgestellten Tischen und Bänken saßen ebenfalls bei bestem Spätsommerwetter die Besucher und genossen sichtlich die Gerichte aus dem Food Trucks.

Der erste Street Food-Markt wurde im Vorfeld durch weniger optimistische Unkenrufe vorverurteilt, da Uslar gerade eine Woche zuvor den Pekermarkt feierte. Das tat der Sache aber keinen Abbruch, dieses Event wurde erstaunlich schnell und gut angenommen. So gut, dass sicherlich Veranstaltungen dieser Art wieder in Uslar stattfinden. Der Veranstalter Fabian Hofmann zeigte sich ebenfalls positiv überrascht und zufrieden. Und es kann durchaus sein, dass Fabian Hofmann in Zukunft mit noch anderen Ideen in Uslar zu sehen sein wird.

Zwei Events an einem Tag in einer Kleinstadt und den umliegenden Dörfern: Aber beide Organisatoren haben alles richtig gemacht.

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